Geschichte

Die am Bau beteiligten Arbeiter 1900
Die am Bau beteiligten Arbeiter 1900 (links), Ausbaggern der Hafenbecken (rechts)

1842 - 1847
Der anwachsende Güterverkehr führt zum Bau einer kleinen Hafenanlage durch die Badische Staatseisenbahnverwaltung.

1844
Kehl wird bei Appenweier mit der Rheinbahn verbunden und im Jahr der Eröffnung dieser Bahnlinie zum Freihafen erklärt.

1875 - 1876
Zur Förderung des Holzverkehrs aus dem Schwarzwald wird die Anlage durch einen Holzhafen erweitert.

1896 - 1900
Die Erwartung, vermehrt Transitverkehr über Kehl abzufertigen, veranlasst die Badische Staatseisenbahn zum Bau eines leistungsfähigen Umschlaghafens. Die Anlagen in ihrer heutigen Ausdehnung werden am 1. Mai 1900 in Betrieb genommen. Die bis dahin in Mannheim umgeschlagenen Schiffsgüter mit Bestimmung nach dem südlich gelegenen Hinterland können nun in Kehl umgeschlagen werden.
Im Transitverkehr werden von Kehl aus die Schweiz und Vorderösterreich mit Massengütern, vorwiegend Kohle und Getreide, versorgt.

1910

Die Verwaltung der Hafenanlagen wird der Rheinhafengesellschaft mbH übertragen. Ihr obliegt auch die Förderung der Umschlag- und Industriebetriebe.

1919 - 1928
Nach Beendigung des 1. Weltkriegs unterliegt der Hafen bis 1928 den Bestimmungen des Versailler Vertrages. Artikel 65 legt fest, dass die Häfen Straßburg und Kehl zu einer Betriebseinheit auszugestalten sind. Weitere Einzelheiten bestimmt das Baden-Badener Abkommen vom 1. März 1920. Danach ist etwa die Westseite des Hafenbeckens I an den Straßburger Hafen abzutreten. Am 10. Juli 1928 läuft das Baden-Badener Abkommen aus.

1920
Während die Badischen Staatseisenbahnen in den Besitz des Deutschen Reichs übergehen, bleibt der Kehler Hafen weiterhin Eigentum des Landes Baden.

1931
Das neue Hafenamt übernimmt am 1. Januar 1931 die Verwaltung des Hafens.

1944
Stadt und Hafen müssen evakuiert werden.

1949
Bis zum Abschluss eines Friedensvertrages sieht das Abkommen von Washington vom 8. April 1949 für den Hafen eine deutsch-französische Verwaltung vor.

1951
Am 19. Oktober 1951 schließen das Land Baden und der hierzu ermächtigte Port Autonome de Strasbourg einen Vertrag über die gemeinsame Verwaltung des Hafens, die der neu gegründeten Hafenverwaltung Kehl – Körperschaft des öffentlichen Rechts – übertragen wird. Diese Betriebsform „soll den Wiederbeginn einer den natürlichen Bedürfnissen der süddeutschen Wirtschaft entsprechenden Tätigkeit im Hafen Kehl gestatten”. Verwaltungsrat und Direktion sind mit Deutschen und Franzosen paritätisch besetzt.

1952
Nach der Freigabe des Hafens am 1. Januar 1952 beginnt der Wiederaufbau der zerstörten Hafenanlage.

1960
Um den Wandel des bisherigen Umschlaghafens zum Umschlag- und Industriehafen zu fördern, werden 40 Hektar Gelände erworben.

1966
Von 1952 bis 1966 siedeln sich 36 Betriebe neu im Hafengebiet an und tragen zur Umschlagsteigerung bei.

1972 - 1973
Im Rahmen des Oberrheinausbaus wird der Hochwasserdamm im Bereich des Hafens an das Rheinbett vorverlegt und das Rheinvorland aufgeschüttet. So werden 20 Hektar Industriegelände neu gewonnen.

1981
Durch Tauschvertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Kehl gehen die rund 20 Hektar stadteigenen Grundstücke im Hafenerweiterungsgebiet Bremenwört in das Landeseigentum über.

1988
Mit 2,67 Millionen Tonnen wasserseitigem Güterumschlag erreicht der Hafen Kehl ein Rekordergebnis.

1991
Die Zahl der Arbeitsplätze bei den Hafenbetrieben steigt um 170 Personen auf 3.847 Beschäftigte. Das Transportvolumen über die Eisenbahn des Hafens steigt um 17,5 Prozent und erreicht mit 1,59 Millionen Tonnen einen neuen Höchststand.

1992
Mit der Unterzeichnung des Abkommens über die Zusammenarbeit zwischen den Hafenverwaltungen von Kehl und Straßburg am 23. September wird das Hafenabkommen von 1951 abgelöst und die Beziehung zwischen den beiden Häfen vertieft.
Der wasserseitige Güterumschlag erreicht mit 2,7 Millionen Tonnen das bislang beste Ergebnis der Hafengeschichte.

1995
Für den Rheinhafen Kehl war 1995 ein weiteres Rekordjahr: Zum ersten Mal in der 95-jährigen Geschichte des Hafens wurden mehr als 3 Millionen Tonnen Güter wasserseitig umgeschlagen und mit 3.136.772 Tonnen ein Zuwachs von 6,6 Prozent erzielt.

1994 - 1996
Drei ehemals von den französischen Streitkräften genutzte Grundstücke mit sechs Hektar werden konvertiert.

1999
Zum dritten Mal schafft der Hafen Kehl den Sprung über die Drei-Millionen-Grenze. Die Transporte auf den Hafengleisen nehmen um 20 Prozent auf fast 2 Millionen Tonnen zu.

2000
Der Rheinhafen Kehl ist 100 Jahre alt. Das Ereignis wird mit einem großen "Tag der offenen Tür" gefeiert. Mehr als 20 Firmen laden zu Betriebsbesichtigungen ein.
Zum Jubiläumsjahr erzielt der Rheinhafen Kehl einen neuen Umschlagrekord. Der wasserseitige Güterumschlag steigt auf 3.425.293 Tonnen. Das Transportvolumen der Hafenbahn wächst auf 2.126.000 Tonnen.

2001
Mit 3.373.849 t wurde das zweithöchste Umschlagergebnis in der Hafengeschichte erzielt.
Außerdem wurden 3,6 % mehr Arbeitsplätze als im Vorjahr gezählt.
Ein Mobilbagger wird angeschafft.

2002
Mit 3.482.309 t wurde im Umschlagbereich ein neues Rekordergebnis
erzielt.
Beginn der Arbeiten zum Neubau einer Spundwand am Ostufer
Hafenbecken III auf einer Länge von ca. 1.250 m.

2003
Mit einem Kostenaufwand von 6 Millionen Euro wird durch eine Spundwandmaßnahme das Betriebsgelände der Badischen Stahlwerke GmbH um 15.000 qm erweitert: Die größte Nachkriegsinvestition des Landes Baden-Württemberg im Rheinhafen Kehl.
Durch den Erweb eines privateigenen Grundstücks wächst der Massengut-Umschlagplatz der Hafenverwaltung um 30.000 qm.

2004
Zusammenbau und Transport eines 615-t-Teils der Rad- und Fußgängerbrücke für die erste grenzüberschreitende Landesgartenschau Kehl/Straßburg. Es ist das schwerste und größte Teil, das je im Kehler Hafen umgeschlagen wurde.
Während der Landesgartenschau organisieren die Häfen Kehl und Straßburg gemeinsam Hafenrundfahrten mit insgesamt 10.000 Besuchern.
Neuer Hafenrekord: Die Marke von 3,6 Millionen Tonnen wasserseitig umgeschlagener Güter wird erstmals überschritten.

2007
Die Hafenverwaltung beginnt mit der Sanierung der Kaimauer im Hafenbecken I. Insgesamt wird das Senkrechtufer in den nächsten Jahren auf einer Länge von 1,5 km erneuert.
Mit 3.683.154 Tonnen wird beim wasserseitigen Umschlag ein neuer Rekord erzielt.

2008
Nach der Vermietung eines am Hafenbecken I gelegenen 100.000-qm-Grundstücks ist im Rheinhafen Kehl kein größeres zusammenhängendes Vorratsgelände mehr verfügbar.
Beim wasserseitigen Umschlag gibt es mit 3.970.364 Tonnen erneut ein neues Rekordergebnis.

2012
Erstmals seit Inbetriebnahme des Kehler Hafens im Jahre 1900 überschreitet der wasserseitige Umschlag die Marke von vier Millionen Tonnen.

2013
Der wassserseitige (4.353.682 t) und bahnseitige Güterumschlag (2.342.619 t) erreichen einen historischen Rekord.

2014
Der wasserseitige Güterumschlag geht um 11 Prozent auf 3.846.652 Tonnen zurück, was auf laufende Umbaumaßnahmen im Stahlwerk zurückgeführt wird.

2015
Der Bahntransport steigt gegenüber 2014 um 20 Prozent und erreicht ein neues historisches Hoch (2.542.767 t).

2016
Am 31. Juli 2016 geht Hafendirektor Dr. Karlheinz Hillenbrand nach 32 Jahren in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Uwe Köhn.
 

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